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FAQ – Frequently Asked Questions
[Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen]


FAQ zum Thema Diabetes




DIABETES

01. Was ist Diabetes mellitus?
Als Diabetes mellitus (oder Zuckerkrankheit) wird eine Störung des Blutzuckerstoffwechsels bezeichnet. Mellitus kommt aus dem Lateinischen und heißt "mit Honig versüsst". Unter dem Begriff Diabetes mellitus werden verschiedene Krankheitsbilder verstanden: Diabetes mellitus Typ 1, Diabetes mellitus Typ 2, Schwangerschaftsdiabetes, sekundäre Diabetesformen.

02. Was ist Diabetes mellitus Typ I?
Diabetes mellitus Typ I wurde früher auch insulinabhängiger Diabetes mellitus (engl. IDDM, insulin-dependent diabetes mellitus) oder juveniler Diabetes genannt. Etwa 5-10% aller neu diagnostizierten Diabetesfälle sind Typ I Diabetiker. Als Risikofaktoren für Diabetes mellitus Typ 1 werden autoimmune, genetische und Umweltfaktoren genannt.

03. Was ist Diabetes mellitus Typ II?
Diabetes mellitus Typ II wurde früher auch nicht-insulinabhängiger Diabetes mellitus (engl. NIDDM, non-insulin-dependent diabetes mellitus) oder Alterdiabetes genannt. Etwa 90-95% aller neu diagnostizierten Diabetesfälle entfallen auf den Typ II Diabetes. Risikofaktoren für die Entwicklung eines Typ II Diabetes sind Übergewicht, familiäre Prädisposition, gestörte Glukosetoleranz, mangelnde Bewegung und zunehmendes Alter.

04. Was ist Schwangerschaftsdiabetes?
Etwa 2-5% aller Schwangeren entwickeln während ihrer Schwangerschaft einen Diabetes, welcher üblicherweise nach der Entbindung wieder verschwindet. Die betroffene Patientin hat jedoch ein hohes Risiko, innerhalb der nächste Jahre einen Diabetes mellitus Typ II zu entwickeln. Ein weiterer Risikofaktor für diese Diabetesform ist Übergewicht.

05. Welche weiteren Diabetesformen gibt es?
Diabetes kann auch aufgrund seltener genetischer Erkrankungen, nach Operationen bzw. nach der Einnahme von Medikamenten, aufgrund von schwerer Mangelernährung oder nach Infektionen auftreten. Diese Diabetesformen machen nur etwa 1-2% aller neu diagnostizierten Diabetesformen aus.

06. Wie wird Diabetes diagnostiziert?
Der Arzt bestimmt ihren Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand. Liegt dieser über 110 mg/dl (venöses Plasma), so sollte eine weitere Abklärung erfolgen. Von einem manifesten Diabetes spricht man ab einem Blutzuckerspiegel von 126 mg/dl. Bei Menschen, die keine Störungen des Blutzuckerstoffwechsels haben, liegt der Nüchternblutzucker in etwa bei 80 mg/dl.

07. Ab wann ist eine Blutzuckermessung im Normalfall sinnvoll?
Prinzipiell sollte jeder Mensch ab dem 45. Lebensjahr den Blutzucker von einem Arzt kontrollieren lassen. Ist keine Störung feststellbar, so sollte die Kontrolle im Dreijahresabstand wiederholt werden.

08. Ab wann sollten Risikopatienten eine Blutzuckermessung durchführen lassen?
Risikopatienten sind jene Menschen, in deren Familie es Diabetiker gibt und/oder Männer mit einem Baumumfang über 100 cm und/oder Frauen mit einem Bauchumfang über 90 cm bzw. Frauen, welche während der Schwangerschaft einen Diabetes entwickelten. Diese Menschen sollten ihren Blutzucker unbedingt vor dem 45. Lebensjahr kontrollieren lassen. Ein zusätzlicher oraler Glucosetoleranztest ist ratsam und sollte vom behandelnden Arzt durchgeführt werden.

09. Kann dem Diabetes vorgebeugt werden?
Eine Vielzahl von Studien belegen, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko an Typ II Diabetes zu erkranken, senkt. Auch eine Reduktion des Körpergewichts etwa durch fettreduzierte Ernährung vermindert bei Übergewichtigen das Diabetesrisiko.
Eine kürzlich erschienene finnische Studie zeigte, dass bereits bei einer mäßigen körperlichen Aktivität (150 Minuten/Woche) und der Verminderung des Köpergewichts von 5-6 kg das Diabetesrisiko um 60% reduziert werden kann. Gelingt dies nicht, kann für Risikopatienten nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt die Einnahme von Medikamenten in Erwägung gezogen werden.

10. Was sollten Diabetiker bei der Ernährung berücksichtigen?
Prinzipiell gelten für Diabetiker jene Ernährungsempfehlungen, welche allen Menschen zur Erhaltung der Gesundheit angeraten werden. Da insbesondere der Diabetes Typ II fast immer mit Übergewicht auftritt, ist eine ausgewogene Ernährung mit einer Verminderung des Fettgehalts der erste Schritt. Zudem sollten weniger rasch aufgenommene Kohlenhydrate (Haushaltszucker) und dafür mehr komplexe Kohlenhydrate aufgenommen werden. Bevorzugte Kohlenhydratquellen sollen Obst, Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte und Vollkorn- bzw. Getreideprodukte sein.

11. Wie sinnvoll sind diätetische Lebensmittel?
Zahlreiche diätetische Lebensmittel, welche derzeit für Diabetiker am Markt sind, sind kalorienreich und enthalten große Mengen an Fett. So sind Diabetikerschokolade, Pralinen und Kekse die für Diabetiker angeboten werden, in der Regel teuer und im Sinne einer ausgewogenen Ernährung nicht sinnvoll. Kalorienfreie Süßstoffe können evtl. hilfreich sein, um die gesamte Kalorienzufuhr zu reduzieren.




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ADIPOSITAS / ÜBERGEWICHT

01. Was ist der BMI?
BMI steht für "Body Mass Index”. Der BMI ist ein guter Indikator für Übergewicht und bezieht das Körpergewicht eines Menschen auf seine Größe.

02. Was ist der Unterschied zwischen Übergewicht und Adipositas?
Ein Mensch wird als "übergewichtig" bezeichnet, wenn sein Körpergewicht im Verhältnis zu seiner Grösse zu hoch ist. Die Kenngrösse hierfür ist der BMI. Liegt dieser zwischen 25 und 29,9 kg/m2, so ist eine Person übergewichtig. Ab einem BMI von 30 kg/m2 spricht man von Adipositas. (Klassifikation laut WHO, World Health Organisation).

03. Ist Adipositas eine Krankheit?
Adipositas wurde 1987 von der WHO als Krankheit anerkannt und ist derzeit als Body Mass Index (BMI) von über 30 kg/m2 definiert.

04. Wie kann ich meinen BMI berechnen?
Sie müssen nur ihr Körpergewicht in kg durch ihre Körpergröße im Metern zum Quadrat dividieren. Berechnen Sie Ihren Body Mass Index mit Hilfe unseres BMI-Kalkulators.

05. Unter welchen Umständen ist eine medikamentöse Adipositastherapie anzuraten?
Bei adipösen Menschen (BMI > 30), welche trotz Steigerung der körperlichen Aktivität und Verminderung der Kalorienzufuhr keine Gewichtsabnahme erzielen können, kann eine medikamentöse Therapie in Erwägung gezogen werden. Die derzeit am Markt befindlichen Medikamente sind Orlistat und Sibutramin, deren Einnahme nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen darf. Bei Vorliegen weiterer Risikofaktoren (Diabetes, Bluthochdruck) kann der Einsatz von Medikamenten auch ab einem BMI von 27 erfolgen. Der durch Medikamente zu erwartende Gewichtsverlust liegt zwischen 5-10% des Körpergewichts.

06. Wann ist eine Magenbandoperation sinnvoll?
Grundsätzlich wird eine Magenbandoperation nur bei Menschen mit einem BMI über 40 durchgeführt, wenn andere Maßnahmen zur Gewichtsabnahme (Diät, medikamentöse Behandlung) erfolglos waren. Bei Vorliegen weiterer Risikofaktoren (Diabetes, Bluthochdruck) kann eine Magenbandoperation bereits ab einem BMI von 35 durchgeführt werden.

07. Wie beeinflusst Übergewicht die Gesundheit?
Menschen mit Übergewicht bzw. Adipositas haben ein erhöhtes Risiko an Erkrankungen wie etwa koronarer Herzkrankheit, Schlaganfall, Osteoarthritis oder Diabetes zu erkranken.





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